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 Spagyrik

Die Spagyrik ist wahrscheinlich die einzige westliche Therapieform, die den gesamten Menschen einschließlich seines Umfeldes in die Betrachtung von Krankheitsentstehung und Therapie einbezieht. Wollte man Vergleiche anstellen, könnte man allenfalls die ayurvedische Medizin oder die Traditionelle Chinesische Medizin heranziehen. Wie sie ist auch die Spagyrik eine sehr alte Medizin und entstand in einer Zeit, in der der Mensch sich noch als Bestandteil eines göttlichen Schöpfungs- und Entwicklungsprozesses sah. Allerdings geht die Spagyrik noch über die beiden Therapien hinaus. Denn die Spagyrik bezieht nicht nur die körperliche und seelische Welt des Menschen mit ein, sondern auch die übergeordnete geistige Ebene.

Spagyrik kommt aus dem Griechischen (spao = trennen; ageiro = zusammenfügen). Sie trennt das Unreine vom Reinen und stellt somit einen Reinigungsprozess (Läuterung) dar.

Vereinfacht gesagt stellt die Spagyrik den medizinischen Teil der Alchemie dar. Die Alchemie ist nicht etwa der primitive Vorläufer der heutigen Chemie, als der sie heute oft von „Wissenschaftlern“ falsch bezeichnet wird, sondern sie ist eine uralte (Geheim-)Lehre, die Lehre vom Menschen in der Materie. Sie stellt einen Entwicklungsweg vom Niederen zum Höheren dar. Dieser Weg besteht aus vielen kleinen Entwicklungsschritten. Die Aufgabe der Spagyrik ist dabei sozusagen das Bereiten des Milieus. Die Spagyrik soll die drei Seinsebenen Körper, Seele und Geist durchlässig machen und dadurch dem Menschen helfen, seinen individuellen Weg zu erkennen und zu gehen.

Erst aus dieser Einsicht kann nach dem Gednkenmodell der Spagyrik ein Heilungsprozess beginnen.

Die Spagyrik wird von der Schulmedizin nicht anerkannt, weil keine ausreichenden
wissenschaftlichen Studien zur Wirksamkeit vorliegen. Die nachfolgende Beschreibung der Therapie ist daher ein Gedankenmodell, dem Erfahrungen von Anwendern zu Grunde liegen.

Die Krankheitsentstehung aus spagyrischer Sicht

Das Modell der Krankheitsursachen aus spagyrischer Sicht geht auf Paracelsus zurück, dem großen Arzt des Mittelalters, der den Menschen als die Einheit eines sterblichen Körpers mit einer unsterblichen Seele und einem übergeordneten Geist sah, als Teil eines umfassenden Kosmos, in dem es keine sinnlosen Zufälle gibt, sondern in dem alles Sinn hat und Teil eines göttlichen Planes ist und in dem jeder Mensch volle Verantwortung trägt, für das, was er tut und das, was ihm widerfährt.

Paracelsus nannte fünf Ursachen für Krankheit, die „Entien“, die eigentlich gar keine Krankheitsursachen sind, sondern Kräfte, eine Art Naturgesetze, die, wenn wir ihnen in positiver Weise folgen, zu Gesundheit und Glück führen oder die erst zur Krankheitsursache werden, wenn wir sie missbrauchen:

  1. Ens astrale. Der Mensch erkrankt aus Sympathie mit dem Gestirn (Resonanz). Dies ist die physikalische Ebene: Umwelt, Klima, Geographie, natürliche Strahlung, atmosphärische Einflüsse, die universelle Lebensenergie, das Chi.
  2. Ens veneni. Der Alchemist im Bauch – die Entgiftungsmechanismen. Dies ist die toxische Ebene: körpereigene und körperfremde Gifte, Nahrungsmittel, Bakterien, Viren, chemische Gifte, elektromagnetische Strahlung, Radioaktivität.
  3. Ens naturale. Der Mensch als Mikrokosmos im Makrokosmos – die Planetenkräfte und Elemente in Analogie zum Menschen. Dies ist die ererbte Ebene: genetisch bedingte Erkrankungen, Konstitution, Disposition, Diathese („Veranlagung“). 
  4. Ens spirituale. Die Wirkung von Magie und psychischer Beeinflussung. Dies ist die seelische Ebene: psychosomatische Wechselwirkung, familiäre und psychosoziale Einflüsse.
  5. Ens dei. Die Krankheit als Ausgleich für Verfehlungen in Vorleben; Das Unheilbare und die Unsicherheit des Heilers. Dies ist die karmische Ebene: die übergeordnete, kausale Ursache für die anderen Ebenen.

Je mehr Einflüsse vorhanden sind und je stärker diese in ihrer Summe sind, desto zwingender kommt es zur Erkrankung.

In dem Bereich, in dem sich die Einflüsse in ihren Auswirkungen auf den Menschen überschneiden, kommt es bevorzugt zur Erkrankung.

Die eigentliche Ursache für die krankmachenden Einflüsse von der physikalischen, toxischen, hereditären und seelischen Ebene, ist also das Karma, gewissermaßen die Quintessenz der anderen Ebenen - und es ist auch die Ursache für Defekte im Astral- und/oder im Ätherleib.

Das Karma ist nicht etwas, dem man sich einfach ergeben muss. Das Karma ist die Ursache für die Umstände in denen man auf die Erde geboren wird und weiter auf ihr lebt. Jeder Mensch muss das Beste daraus machen. Schon zu Beginn eines jeden Menschenlebens gibt es 3 Koordinaten, die durch das Karma oder das Schicksal bestimmt werden, Determinanten gewissermaßen, die unveränderlich sind: das Elternpaar und damit die Vorfahren, die Geburtszeit, den Geburtsort.

Das Elternpaar und damit die Familie bestimmt die hereditären Einflüsse und natürlich auch einen großen Teil der psychologischen Einflüsse.

Geburtszeit und -ort bestimmen vorwiegend die physikalischen, toxischen und auch wieder die psychologischen Einflüsse.

Das Karma oder das Schicksal ist also die eigentliche Ursache für die 4 anderen Ebenen. Das Karma oder das Schicksal ist aber keine Strafe, wie es oft dargestellt wird. Es gibt auch keine Schuld. Durch die häufig völlig falsche Darstellung kam es zu vielen Missverständnissen.

Man könnte nun fälschlicherweise Folgendes sagen:

Das Leiden ist schicksalhaft oder karmisch bedingt. Das Schicksal oder Karma bringt den Menschen in seiner Entwicklung weiter. Dann darf ich doch gar nichts gegen die Krankheit machen, denn die Krankheit hat ja einen Sinn!

Dieses Denken wäre aber völlig falsch und unmenschlich. Denn des Kranken Karma ist auch, dass da zu gegebener Zeit ein Therapeut ist, dessen Karma es ist, dass Kranke zu ihm kommen. Das heißt also: Wenn jemand Therapeut ist, dann muss er helfen so gut er kann! Das ist eben sein Karma. Und es ist auch sein Dharma. Dharma ist in diesem Zusammenhang ein neuer Begriff. Dharma bedeutet: Recht, Pflicht, Weg oder Gesetz, also in diesem Fall die Pflicht oder der Weg des Therapeuten.

Direkt auf der karmischen Ebene therapeutisch einzugreifen ist allerdings kaum möglich. Das muss der Patient selbst tun. Der karmische Einfluss kann verschwinden, wenn er nicht mehr nötig ist. Das heißt, wenn der Patient sich über eine bestimmte Stufe hinaus entwickelt hat. Die Aufgabe des Therapeuten ist es dabei dem Patienten zur Seite zu stehen, gewissermaßen wie ein Katalysator. Die therapeutische Methode ist hier in der Regel eine Gesprächstherapie, bei der der Therapeut alle bewussten Beeinflussungen des Patienten vermeidet. Der erste Schritt ist idealerweise, dass der Patient sich frei dazu entscheidet den Therapeuten aufzusuchen. Durch gezielte Fragen soll dann der Patient vom Therapeuten dazu gebracht werden, seine Situation und deren Ursachen zu überdenken, von sich aus zu analysieren und selbst (s)einen Weg zu entwickeln.

Wie gesagt, nimmt der Therapeut hier eine rein katalytische und nicht beeinflussende Haltung gegenüber dem Patienten ein. Der Therapeut steht dem Patienten aber zur Umsetzung der von ihm entwickelten Therapie in professioneller Weise zur Verfügung.
Es liegt auf der Hand, dass diese Stufe der spagyrischen Therapie nicht bei akuten und lebensbedrohlichen Zuständen angezeigt sein kann.

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